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FSR Gender Studies RUB Beiträge

Dezembertipps #Vivian

Anne Helen Petersen – Too fat, too slutty, too loud: the rise and reign of the unruly woman

Zu ekelhaft. Zu schrill. Zu fett. Zu schlampig. Zu laut. Zu schwanger. Zu alt. Zu stark. Zu queer. Zu nackt.

Vivian1Mein Dezembertipp kommt wohl zu spät als Weihnachtsgeschenk – eignet sich aber super als inspirierende Lektüre für das neue Jahr. Das populärwissenschaftliche Buch der Buzzfeed-Autorin und promovierten Medienwissenschaftlerin Anne Helen Peterson befasst sich mit zehn prominenten, US-amerikanischen Celebrities, darunter Serena Williams, Nicki Minaj, Hillary Clinton, Caitlyn Jenner und Lena Dunham. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint, alle haben eine Sache gemeinsam: ihre Widerspenstigkeit, die andauernde mediale Diskurse hervorruft, welche diese aushandeln.

In zehn Kapiteln beschreibt Peterson jeweils, worin sich diese Widerspenstigkeit äußert beziehungsweise, warum die Frauen als ‚zu fett/schlampig/laut/…‘ kodiert sind. Petersons Analyse fokussiert sich hierbei auf jene popkulturellen Diskurse, die als beobachtende, regulierende, strafende Instanzen wirken. Gender dient dabei als zentrale Analysekategorie – denn widerspenstige Frauen existieren immer im Gegensatz zu Idealen akzeptabler Weiblichkeit. Aber Petersons Überlegungen sind durchweg intersektional und machen Privilegien, die mit Whiteness einhergehen, genauso sichtbar wie Diskriminierungen die dezidiert rassistisch sind. Auch die Verwobenheit der Kategorien wird herausgestellt: So wird Nicki Minaj in Diskursen nicht nur als ‚zu schlampig‘ gelesen, sondern auch als ‚zu fett‘ – und sie ist als Schwarze Amerikanerin von rassistischen Anfeindungen betroffen, welche im Zusammenhang mit diesen Bezeichnungen stehen.

Die Autorin beschäftigt sich aber auch mit den individuellen Aushandlungen der Frauen, die durch den medialen Druck gezwungen sind, zu reagieren – die eigene Widerspenstigkeit zu kommentieren, zu verändern – oder zu politisieren. So wird beispielsweise diskutiert, ob Madonnas Beharren auf ‚sexiness‘ subversiv ist, oder einer Industrie in die Hände spielt, die Jugend-Ideale auf alle Altersklassen ausweitet. Es wird zudem gezeigt, wie popkulturelle, oft als ‚trash‘ bezeichnete Medienkanäle wie Reality TV Shows oder Instagram Accounts als Orte dienen können, öffentliche Meinungen herauszufordern – und die Kontrolle über eine Narrative zu gewinnen.

Leider gibt es noch keine deutsche Übersetzung des Buchs. Ansonsten ist es aber aufjedenfall für alle geeignet, die Celebrity Gossip lieben – Kenntnisse von Theorien oder Konzepten der Gender Studies sind nicht nötig. Zentrale Begriffe wie the ‚abject‘ von Julia Kristeva oder auch ‚transnormativity‘ erklärt Peterson verständlich in wenigen Sätzen. Ich kann das Buch also allen empfehlen, die heimlich Prominent schauen, ein Interesse an amerikanischer Popkultur besitzen oder, die auch oft das Gefühl haben ZU VIEL zu sein und deren Widerspenstigkeit durch diese Lektüre sicher nicht gezähmt wird.

 

„Too fat, too slutty, too loud: the rise and reign of the unruly woman“ erschien im Juni 2017 auf Englisch bei Plume. ISBN: 978-0399576850. 2018 soll es auch als Taschenbuch erscheinen.

Dezembertipps #Chris

Derek Landy – Demon Road

Im November 2015 traf ich mich mit Freunden zum kreativen Schreiben und wurde gefragt, worum es denn in meinem Roman gehen soll. „Ein Roadtrip, bei dem der Protagonist von seinen Eltern geopfert werden soll … und außerdem Dämonen.“

„Das klingt wie Demon Road.“

Es klang wirklich wie Demon Road. Ein übernatürlicher Urban-Fantasy Roman von Derek Landy, dessen gesamte Skullduggery Pleasant-Reihe ich bereits verschlungen hatte, also stand für mich fest: Ich musste es lesen.

Die unbeliebte und unsichere Teenagerin Amber wird plötzlich aus ihrem Alltag gerissen und zu einer halsbrecherischen Flucht gezwungen, nachdem sie ihr inneres Monster entdeckt – wortwörtlich. Amber ist ein Dämon und ihre distanzierten, aber höflichen Eltern entpuppen sich als mörderische Kultmitglieder, die nun auf ihren Tod aus sind. Zusammen mit dem verschlossenen und mysteriösen Milo macht sie sich auf die Suche nach einem Weg, ihrem sicheren Untergang zu entfliehen und stolpert auf ihrer Reise in immer gefährlichere Situationen.

Christian

Leser, denen der Autor bekannt ist, wissen schon vor dem Lesen, dass niemand Garantie hat, es in das nächste Buch zu schaffen – Vor allem die Charaktere, die einem wegen ihrer eigenen, coolen Art und den zynischen Dialogen besonders ans Herz gewachsen sind.

Es bleibt immer spannend und emotional, auch durch seine Unvorhersehbarkeit. Hat man beim Lesen eine Ahnung in welche Richtung sich die Geschehnisse in ähnlichen Romanen dieser Art entwickeln würden, wird man hier mit völlig unerwarteten Wendungen überrascht.  Auch verzichtet der Autor auf die üblichen Symptome von Young Adult Fiction und beschäftigt sich stattdessen auf nuancierte Art und Weise mit Themen wie missbräuchlichen Eltern, Problemen mit dem eigenen Selbstwertgefühl und persönlichem Wachstum. Dabei wird die Diversität der Charaktere nie zu einem Plotpoint oder einem „Token“ mit dem sich der Autor scheinbar ein Fleißsternchen ergattern will, sondern wird mit natürlicher Selbstverständlichkeit in die Charakterisierung integriert.

Hätte ich von Anfang an gewusst, dass es sich bei Demon Road um eine Trilogie handelt hätte ich mir das erste Buch wahrscheinlich nicht vorgenommen, da ich Mehrteiler scheue, doch nach dem ersten Teil konnte ich nicht anders, als mich direkt auf die Fortsetzung zu stürzen. Innerhalb von drei Fernbusfahrten von Essen nach Dresden á neun Stunden verschlang ich alle drei Teile, immer genau einen pro Fahrt.

Ich kann so meinen Dezembertip: Demon Road von Derek Landy aus vollster Überzeugung weiterempfehlen, auch wenn ich sprachbegabten Lesern die englische Version eher ans Herz legen würde, als die deutsche Übersetzung.

 

Demon Road

Harper Collins

ISBN: 978-0008140861

 

Demon Road – Hölle und Highway: Band 1

Loewe

ISBN: 978-3785585085

Dezembertipps #Lisa

Hallo ihr Lieben, ich stelle euch heute einen Film vor, den ich sehr gerne mag und der euch ja vielleicht auch gefallen könnte: 4th man out.

4th man out ist ein US amerikanischer Film aus dem Jahre 2015, der zunächst beim Inside out Toronto LGBT Film Festival gezeigt wurde und dort den Zuschauerpreis für “Best Narrative Feature“ gewann.

Inhalt: An seinem 24. Geburtstag outet sich der Automechaniker Adam (Evan Todd) vor seinen besten Freunden Chris (Parker Young), Nick (Chord Overstreet) und Ortu (Jon Gabrus). Diese reagieren darauf sehr unbeholfen und haben ihre Schwierigkeiten damit, Adams Sexualität zu akzeptieren. Alle, auch Adam, befürchten, das Coming out könnte ihre Freundschaft für immer verändern.

Mit viel Liebe und Witz  erzählt der Film eine Geschichte über Freundschaft, die frei von übermäßigem Pathos und vielen gängigen Klischees ist und einfach gute Laune macht!

Schauen könnt ihr 4th man out beispielsweise auf Netflix.

Viel Spaß dabei!

Dezembertipps #Kate

Shia Su – The Wasteland Rebel

Hier kommt ein Dezembertipp, der sich nicht nur als Geschenk zu jeder Jahreszeit, sondern auch perfekt als Guidebook für Neujahrsvorsätze eignet. Ich habe mir das Buch einfach mal selbst geschenkt. Shia Su ist nicht nur Wahl-(!)Bochumerin (yeah!), sondern auch bekannte Zero Waste Bloggerin. Ihr Buch beinhaltet Tipps, Tricks und Infos mit denen man Schritt für Schritt den eigenen Alltag ökologischer umgestalten kann.

Wie ihr an meinen Post-its seht (wir ignorieren jetzt, dass die aus Plastik sind. Lalala) habe ich mir einiges vorgenommen (oben klebend) und schon einiges geschafft (am Rand).

  • Ein paar Dinge sind einmalige Anschaffungen und dann muss man nur noch daran denken, sie immer mitzunehmen. Klassiker: der Kaffeebecher. Gut finde ich auch das Besteckset.
  • Dann gibt es Dinge, an die ich mich erst mal gewöhnen musste, weil ich es anders gelernt hatte. Zum Beispiel Stofftaschentücher. Netterweise geht meine Mama gerne zu Antik- und Flohmärkten und plötzlich habe ich eine Sammlung von (das war Zufall) exakt 100 Stofftaschentüchern in allen Formen und Farben. (Mein persönliches Highlight sind die besonders „männlichen“ Versionen mit Sportmotiven. Haha. Domestic use only.)
  • Und dann gibt es noch die Tipps, die ich Haushaltsrezepte nenne. Die kommen immer wieder zum Einsatz. Ich mag den Rohrreiniger am liebsten. Man braucht Waschsoda, Essigwasser und einen Wasserkocher. Das Prozedere fühlt sich für mich immer wieder nach Chemiebaukasten an und es knistert 😍. Bei Spüli und Waschmittel brauche ich noch etwas Übung.  Mein letztes Spülmittel ist leider Spülgelee geworden. Dieses Glibberzeug find ich schon bei Lushseife eher einen ungelungenen Scherz. Baaah Glibber. Es schüttelt mich. Aber es war ganz lustig, Spülmittel mit einem Löffel aus dem Glas zu holen. Hat nur leider nicht so gut gereinigt. Wie gesagt, Übung!

Für mich ist das Buch also ein ständiger Begleiter und ich empfehle es mit Freuden weiter!

Kate2Die ganzen Tipps und Vorschläge können sich wie bei jeder Umstellung vielleicht viel anfühlen, aber Shia hatte beim Schreiben des Buchs Einsteiger_innen im Blick, deswegen sind die Tipps und Rezepte einfach, mit leicht zugänglichen Zutaten und vor allem in kürzester Zeit umgesetzt. Außerdem schreibt Shia einfach und niemals anklagend, sondern diskutiert die Fakten und überzeugt mit ausgiebiger Recherche. Wer lieber im Internet rumsurfed, da empfehle ich den Blog. Ob nun der aktuellste Forschungsstand zur biologisch abbaubaren Zahnbürste oder Gespräche mit älteren Menschen, die erzählen, wie Wäschewaschen früher war. Schön zu verfolgen sind auch Shias Besuche in Zero Waste Geschäften, von denen es immer mehr gibt. All das zusammengefasst auf einem Blog, oder eben kurz und deutlich in einem Buch. Vermutlich das am ökologischsten hergestellte Buch auf dem Markt. (Könnt ihr auch aufm Blog nachlesen :P)

PS: Als Geschenk übergeben macht sich das Buch richtig gut neben süßem Gebäck nach Shias Rezepten. Die findet ihr auf ihrem Blog Cake Invasion. Vegan und einiges sogar ohne Palmöl und sowieso super lecker! (Ich empfehle die Zimtsterne. Und die Franzbrötchen!)

PPS: Ich sehe gerade, es gibt bereits eine überarbeitete Auflage! Nooo, jetzt will ich die haben.

Shia Su (2017): Zero Waste: Weniger Müll ist das neue Grün. Freya Verlag.

 

 

Dezembertipps #Silvana

Als Liebhaberin von Listen und Plänen jeder Art habe ich in diesem Jahr damit begonnen, in meinem Kalender Bücher aufzulisten, die ich 2017 gelesen habe. Das eher ernüchternde Resultat: Ich kann nun schmerzhaft genau nachvollziehen, wie wenig ich eigentlich zum privaten Lesen komme. Die positive Konsequenz ist jedoch, dass ich nun ganz genau weiß, welche Bücher mich in diesem Jahr beschäftigt haben und welches unter ihnen meine Favoritin ist. Hier ist es; mein Lieblingsbuch 2017!

02photo_2017-12-10_00-42-26_Silvana „Wege zum Nein. Emanzipative Sexualitäten und queer-feministische Visionen“, so der etwas sperrige Titel, dessen Unter-Untertitel (so würde ich es nennen) jedoch schon recht treffend eingrenzt, womit wir es hier eigentlich zu tun haben: „Beiträge für eine radikale Debatte nach der Sexualstrafrechtsreform in Deutschland 2016“.

Die beiden Herausgeberinnen Sina Holst und Johanna Montanari, die 2015 das so genannte Irksome Institute gegründet haben, und die vielen Autor*innen haben mit diesem umfassenden queerfeministischen Werk interdisziplinäre, aktivistische, philosophische und künstlerische Auseinandersetzungen rund um die vieldiskutierte Änderung des deutschen Sexualstrafrechts 2016 miteinander verbunden. Und genau diese bunte Gedankenmischung ist es in meinen Augen, die dieses Buch so bemerkenswert und einzigartig macht.

Die Beiträge sind bewusst nicht zur chronologischen Lektüre gedacht, jedes Kapitel ist für sich abgeschlossen und jedem Beitrag sollte ausreichend Zeit gegeben werden. Es geht um konkrete gesellschaftliche Geschehnisse und Debatten, wie beispielsweise die Silversternacht in Köln 2015/16 und die darauf folgenden, von Rassismus geprägten Diskussionen über Sicherheit und Schutz vor sexualisierter Gewalt. Thematisiert werden aber auch Konsenskultur und alternative Formen einvernehmlicher, erfüllender Sexualität. Es geht um Grenzüberschreitungen in der Sexualassistenz und um die Bedeutung von Einvernehmlichkeit beim queer BDSM. Bei fast allen Beiträgen wird die Frage nach der Relevanz eines „Nein“ aufgegriffen und es entsteht die neue Frage danach, ob persönliche Grenzen denn zwangsläufig durch Negation definiert werden müssen, oder vielleicht auch durch ein „Ja“ gezogen werden können – Wäre das sag- und denkbar?

Nicht nur die Herangehensweisen, sondern auch die Formen der einzelnen Beiträge sind vollkommen unterschiedlich. Von Diskursanalysen, über poetische Gedankenäußerungen, persönliche Erfahrungsberichte und fiktive Gespräche, bis hin zu einem Baukasten mit einzelnen Bestandteilen von Konsenskultur ist alles dabei. Einige der Texte regen zum Nachdenken über aktivistische Widerstandsformen an oder üben Sprachkritik, andere geben, wie der Abschnitt „Anzeigen oder nicht?“, ganz praktische juristische Hinweise mit auf den Weg und bieten so eine große Hilfestellung für Betroffene sexualisierter Gewalt, die sich über die nächsten möglichen Schritte und das ihnen Bevorstehende informieren möchten.

Zwei Beiträge sind mir besonders stark in Erinnerung geblieben. Zum einen ist das Johanna Montanaris Text „Kein Käfig, keine Grenze“, in dem sie die Politik der Beziehungen und der Präzision vorstellt und mit lebhaften Ausführungen (es liest sich wie ‚laut gedacht’) erläutert, warum Konsens für sie kein einschränkendes, sondern ein erweiterndes und bereicherndes Moment ist.

Zum anderen ist das der Text „Fragile Frauen“ von Teresa Mallt, in dem sehr detailliert aufgebröselt wird, wie Betroffene sexualisierter Gewalt gesellschaftlich legitimiert und delegitimiert werden, was als ‚authentisch’ und glaubwürdig anerkannt wird, und was nicht – der Beitrag thematisiert die patriarchal-konstruierte Vorstellung (weiblicher) Fragilität und endet mit einem Plädoyer, Betroffene sexualisierter Gewalt als die heterogene Gruppe anzuerkennen, die sie ist und sich untereinander solidarisch zu verhalten.

In der Einleitung laden die Herausgeber*innen dazu ein, das „eigene […] Denken ernst zu nehmen“ und „mit diesem Buch zu machen, was Du willst“. Dem kann ich mich nur anschließen; jede*r wird in diesem Buch eigene Anknüpfungspunkte und Denkanstöße finden.

Ich lege euch dieses Buch sehr ans Herz; es ist eine wirklich lohnende und abwechslungsreiche Lektüre zu einem Thema, das uns alle betrifft!

 

„Wege zum Nein“ erschien im Juli 2017 in der Edition Assemblage. ISBN: 978-3-96042-015-6

Dezembertipps #Franzi

The long way to a small angry planet

Obwohl ich Science-Fiction Filme schon immer geliebt habe, traute ich mich lange Zeit nicht an Bücher aus diesem Genre heran. Irgendwie kam mir Science-Fiction Literatur immer ziemlich männlich vor, sodass es mir schwerfiel einen Zugang dazu zu finden. In den vergangenen zwei Jahren habe ich allerdings versucht meine Scheu vor Scifi-Büchern zu überwinden und habe das Genre sehr schnell liebgewonnen. Vor allem habe ich dabei nach Büchern gesucht, die von Frauen* geschrieben wurden und sich auch mit queeren Themen auseinandersetzen.

davSo bin ich auf Becky Chambers „The long way to a small and angry planet” gestoßen, ein Buch das mich, zugegebenermaßen, zunächst vor allem durch sein Cover und seinen Titel ansprach, aber viel mehr mit seinem Inhalt punktet. Es erzählt die Geschichte der Crew des Tunnelschiffs „Wayfarer“, welche sich für einen Auftrag auf einer monatelangen Reise zu einem bisher kaum bekannten Teil der Galaxie befindet. Neuzugang der Crew ist Rosemary Harper, durch deren Blick die Leser*innen in die Geschichte eingeführt werden und die eine Position als Verwalterin und Übersetzerin auf dem Schiff angenommen hat, um ihrer Vergangenheit zu entfliehen. Allerdings ist die Perspektive von Rosemary nicht der einzige point of view des Buches, denn im Verlauf der Geschichte erhalten die Leser*innen Einsicht in die Gedankenwelt jedes der acht Crewmitglieder.
Auf ihrer Reise macht die „Wayfarer“ an zahlreichen Planeten und Raumstationen halt, auf denen sich die unterschiedlichsten Wesen tummeln. Becky Chambers schafft es auf gut 400 Seiten eine weitläufige von zahlreichen und diversen Spezies bewohnte Galaxie vorzustellen, in denen Menschen und ihre Sicht der Dinge keineswegs im Mittelpunkt stehen. So muss Rosemary regelmäßig ihre eigene Position als Mensch und ihren Bias gegen nicht-menschliche Wesen reflektieren. Ebenfalls gelingt es Chambers, unterschiedliche Kulturen zu erschaffen, die ihre jeweils eigenen Ansichten von Moral, Philosophie, Geschlecht, Sexualität u.a. entwickelt haben. Herzstück des Buches sind jedoch die interpersonellen Beziehungen der Crewmitglieder, die alle mit unterschiedlichen Problemen, Traumata und Geheimnissen zu kämpfen haben. Hier macht Chambers sich für das Konzept der „found family“ stark, also der Familie, die nicht zwangsläufig durch biologische, sondern durch emotionale Bündnisse zusammenhält und füreinander sorgt.
Das Buch enthält viel Wortwitz und schnelle, lebendige Dialoge, lässt jedoch auch Raum für ernste Themen und Emotionen. Es ist das erste Buch einer Reihe (ein zweites ist bereits erschienen), lässt sich jedoch auch gut als alleinstehendes Werk lesen. Es ist übrigens auch auf Deutsch unter dem Titel „Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten“ erschienen.

 

Englisch:
The long way to a small angry planet
Hodder & Stoughton
ISBN: 9781473619814

Deutsch:
Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten
Fischer TOR
ISBN: 978-3596035687

Dezembertipps 2.0

Tipps und Tricks des FSR Gender Studies – unsere Empfehlungen für eure Leseliste!

Diejenigen, die uns schon länger kennen, wissen bescheid. Im Dezember letzten Jahres haben wir euch unsere #Dezembertipps vorgestellt: Bücher, Filme und Musik die uns gefallen oder die wir diskutieren wollten.

Auf der Zielgeraden zur Winterpause, möchten wir euch die (Warte)Zeit nun wieder verkürzen. In den nächsten zwei Wochen werden wir euch in regelmäßigen Abständen unsere persönlichen Lese- und Schautipps zum besten geben. Das gibt euch die Möglichkeit die Menschen im fsr und die Themen die uns beschäftigen ein bisschen besser kennenzulernen.

Wie im letzten Jahr gilt auch der Hinweis:  Für diejenigen, die nicht immer alles neu anschaffen möchten bieten sich die vielen Teilbibliotheken der RUB, wie auch beispielsweise die Lieselle, an. Auch Tauschbörsen wie https://www.tauschticket.de können eine Alternative darstellen.

Ihr habt selbst einen Tipp, den ihr mit anderen teilen möchtet? Dann sendet uns gerne eine Nachricht oder lasst einen Kommentar auf unserem Blog da – über Gastbeiträge, Leser*innenhinweise und eine lebhafte Diskussion freuen wir uns sehr!

Am Mittwoch geht es los – seid gespannt!

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Eine Liste der bereits veröffentlichten Dezembertipps 2017:

#Franzi
#Silvana
#Kate
#Lisa
#Chris
#Vivian

Neues aus dem FSR

Nach der Vollversammlung am 17.10. steht der neue Fachschaftsrat. Wir sind fünfzehn engagierte Personen, die erfreut und neugierig sind auf das, was dieses Semester bringt.
Beim ersten Treffen des neuen FSR haben wir die Termine gefunden, zu denen unsere Sitzungen stattfinden werden. Da diese in der Regel öffentlich sind, können alle Studierenden der Gender Studies daran teilnehmen.
Um das zu ermöglichen, listen wir hier die Sitzungstermine während der Vorlesungszeit im Wintersemester 2017/18 auf:

Mittwoch, 08.11,2017, 12 Uhr, GB 03/50
Mittwoch, 15.11.2017, 12 Uhr, GB 03/50
Mittwoch, 22.11.2017, 12 Uhr, GB 03/50
Mittwoch, 29.11.2017, 12 Uhr, GB 03/50
Mittwoch, 06.12.2017, 12 Uhr, GB 03/50
Mittwoch, 13.12.2017, 12 Uhr, GB 03/50
Mittwoch, 20.12.2017, 12 Uhr, GB 03/50
Mittwoch, 10.01.2018, 12 Uhr, GB 03/50
Mittwoch, 17.01.2018, 12 Uhr, GB 03/50
Mittwoch, 24.01.2018, 12 Uhr, GB 03/50
Mittwoch, 31.01.2018, 12 Uhr, GB 03/50

Wenn ihr ein Thema einbringen wollt, wäre es toll, wenn ihr uns vorher darüber informiert, damit wir uns vorbereiten können.

In den Weihnachtsferien (23.12.17 – 07.01.18) und der vorlesungsfreien Zeit (ab dem 03.02.2018) werden die Sitzungen in anderen Abständen stattfinden, über die wir euch informieren werden.

Ebenso sind die Protokolle unserer Sitzungen für Angehörige des Studiengangs einsehbar. Meldet euch bei uns, wenn daran Interesse besteht.

Veranstaltungen im Wintersemester 2017/18

Liebe Studis, liebe Interessierte,

in diesem Semester haben wir viele spannende Sachen mit euch vor und hoffen, dass ihr genau so begeistert von unserem (bisherigen) Programm seid, wie wir. Lest hier nach, welche Workshops, Vorträge und gesellige Zusammenkünfte wir für und mit euch geplant haben. Wir freuen uns auf ein abwechslungsreiches Semester! Weiterlesen Veranstaltungen im Wintersemester 2017/18